Abstoß

15. März 2017 A 0

Abstoß (push-off), im Schwimmen als Abstoß von der Beckenwand bei Wende, Rückenstart oder als  „Abgang von unten“ zu Beginn von Trainingsserien oder Sprints. Der Abstoßwiderstand wird maßgeblich durch die Fläche bestimmt, mit der sich der Schwimmer vom Wasser abdrückt, aber auch von Dauer, Richtung und Länge der Abstoßbewegung. Die EMG -Muster verschiedener Abstoßsituationen im Wasser bzw. für Sprünge an Land stimmen überein und zeigen entsprechend ihrer anatomisch bedingten Funktion feste Aktionsmuster, was für einen Transfer von Sprüngen an Land zum Abstoß im Wasser spricht, wobei Sprungkrafttraining an Land nicht das Abstoßtraining (→Wendentraining) ersetzen kann (Daniel & Klauck, 2007). Kriterien für einen effektiven Abstoß sind:

  • Setzen der Füße in kompakter Körperposition,
  • Entwicklung einer hohen Antriebskraft (im Knie und Fußgelenk) durch Öffnen des Hüftwinkels (Rumpf wird in Abstoßrichtung positioniert),
  • Nachfolgende schnelle Streckung im Kniegelenk (Spannung im Fußgelenk erhöhen),
  • Gleichschaltung der Streckung im Fuß-, Kniegelenk bzw. des Rumpfes und Minimieren des Wasserwiderstandes in der Endphase des Abstoßes“ (Küchler, 2015, S.58).

Typische Fehler sind:

  • Füße, Hüfte, Kopf und Hände befinden sich nicht auf einer Linie
  • zu geringer Krafteinsatz
  • zu tief oder zu hoch (optimal etwa 90 cm) (Ungerechts et al., 2002, S.138)

Abdruck, →Wassergefühl, →Wasserwiderstand, →Stromlinienform

Literatur: – Daniel & Klauck (2007): Intermuskuläre Koordination bei Wandabstoß und bei Beinschlagschwimmen – elektromyografische Messungen. In Rehn/Strass: Bewegungsraum Wasser im Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis. Dokumentationsband DVS 2007, 32-39

– Küchler, J. (2015). Die Wende im Schwimmen- Trainerhandmaterial. DSTV-Reihe Bd. 37, S.64 -78


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