Anerkennung

16. März 2017 A 0

Anerkennung (acceptation), menschliches Grundbedürfnis (→Motiv), das bei seiner Befriedigung das innere Gleichgewicht herstellt. Vor allem Jugendliche entwickeln durch Anerkennung ihrer Leistung, ihres Verhaltens, ihrer Position soziale Identität. Das Bedürfnis nach Anerkennung darf aber nicht grenzenlos sein, da sich sonst das eigene Verhalten nur noch auf die Reaktion der Umwelt richtet („im Mittelpunkt stehen“).  →Lob

Gelingt Anerkennung nicht durch sportliche Leistungen, müssen überzogene Verletzungsanfälligkeit, betonte Hilflosigkeit oder auch betonte Hilfsbereitschaft dafür herhalten. Anerkennung sollte aber auch auf ein individuelles Bemühen hin erfolgen und nicht, um dem Sportler einen Gefallen tun zu wollen. Wird ein Sportler zu oft gelobt, kann bei ihm der Eindruck entstehen, dass der Trainer die Leistung von ihm gar nicht erwartet hat. Anerkennung wird schon vermittelt, wenn Meinungen des Sportlers beachtet oder kreative Handlungen gewürdigt werden. (Baumann, 2006)

Exkurs: „Trotz der langjährigen Beschäftigung von Sportorganisationen und der Wissenschaft mit dem Thema „Berufsbild der Trainer/innen“ ist die gesellschaftspolitische Anerkennung unzureichend. Der entscheidende Effekt entsteht daher nicht in der aktualisierten Bearbeitung des Berufsbilds sondern durch die Abstimmungs- und Kommunikationsprozesse in den Sportverbänden, der Wissenschaft und vor allem der interessierten Öffentlichkeit“. DOSB, Berufstrainer/in  im Sport. Frankfurt, Sept. 2017, S.5: https://cdn.dosb.de/Berufsbild_Berufstrainer_in_im_Sport.pdf)

 

„Achtung verdient, wer erfüllt, was er vermag“. Sophokles (gest. 406 v. Chr.) Dichter der griechischen Klassik


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