Anschlusstraining (AST)

16. März 2017 A 0

Anschlusstraining (AST) (transituonal training, subelite swimmer), Etappe der sportlichen Ausbildung im langfristigen Leistungsaufbau zwischen Aufbautraining und Hochleistungstraining mit dem Ziel, die Sportler an das internationale Leistungsniveau heranzuführen. Durch den Abschluss der biologischen Reifung ist im AST die volle Belastbarkeit der Funktionssysteme des Organismus möglich. Auf dieser Basis ist der Trainingsumfang pro Woche durch die Einführung der zweiten Trainingseinheit an drei Tagen auf 18-22 Stunden zu erhöhen. Die erste große Bewährungsprobe im Schwimmen sind die JEM und seit 2006 zusätzlich die JWM. An der Pforte zum AST sind die Schwimmer den Kinderschuhen entwachsen. Der „biologische Schub“ der Kindheit, der auch ohne höhere Trainingsbelastung eine Leistungssteigerung sicherte, verliert an Kraft. Das äußert sich in stetig geringer werdenden Entwicklungsraten, weshalb die Anforderungen an den Trainer und dessen trainingsmethodisches und psychologisches Geschick diametral dazu anwachsen. Die notwendigen Trainingsbelastungen kollidieren zunehmend mit den veränderten Umfeldanforderungen, wobei besonders die Doppelbelastung von Training und Schule die Situation kennzeichnet. Für Reiss, Tschiene & Pfützner (1997) stellt das AST die „Schlüsseletappe“ des langfristigen Aufbaus dar, da in diesem zwei- bis dreijährigen Zeitraum entschieden wird, ob der deutsche Sport mittelfristig international wettbewerbsfähig bleibt.

Tab.: Wechselwirkung zwischen Training und Umfeld im Bereich AST

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gegenüber der dominanten Vielseitigkeit des Aufbautrainings wird in Verbindung mit dem deutlicheren Erkennen des Talents zu einer gezielten professionellen Vorbereitung (→Professionalität) in einer Schwimmart oder Strecke übergegangen. Allerdings fördert auch hier noch jegliche zu einseitige Spezialisierung den frühzeitigen Karriereknick. Mögliche Varianten zur Spezialisierung sind in der Tabelle dargestellt.

 

Tab.: Spezialisierungsvarianten im ANT

 

Mehr zum Thema: – Madsen et al. (2015). Wege zum Topschwimmer (Bd. 2)-Aufbau-und Anschlusstraining. Hofmann-Verlag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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