Drehmoment

07. April 2017 D 0

Drehmoment (angular momentum), Physik: Kraft, die eine Drehbewegung eines Körpers um eine Drehachse bewirkt.→Drehimpuls, →Drehimpulserhaltungssatz

Biomechanik: „Wirkt eine Kraft auf einen Hebel außerhalb (aber nicht in Richtung) der Drehachse, dann bewirkt sie eine Drehung des Hebels. Die Ursache für das In – Drehung – Versetzen wird Drehmoment genannt“ (Göhler, 2001, S.13).

Beispiel: Da beim Schwimmer die oberen Extremitäten wie einarmige Hebel wirken, entstehen bei gestreckter Armführung Drehmomente, die den Körperschwerpunkt (KSP) zur Achse haben. Das hier störende Drehmoment kann nur durch Verkürzung des senkrechten Abstandes der Kraftwirkungslinie vom KSP verringert werden, indem der Arm gebeugt wird. Analysen der Schulterdrehmoments bei jugendlichen Schwimmern zeigten hohe individuelle Defizite bei der Schulterstreckung als eine Ursache von Schulterschmerzen („Schwimmerschulter„) (Wiazewicz 2016). →Ellenbogenvorhalte

Exkurs: Jüngste Fortschritte in computergestützten Schwimmmodellen bieten die Möglichkeit, die Beziehungen zwischen Ausdauer, Kraft und Technik in einer virtuellen Umgebung zu untersuchen. Anders als bei physikalischen Experimenten können die Kräfte auf einzelne Körpersegmente, das Drehmoment um Körpergelenke und Gelenkkräfte im Modell berechnet werden. Mittels eines Biomechanicai-Smoothed Particle Hydrodynamics (B-SPH) – Modell konnte beim Kraul-Armzug der große Einfluss der Armmuskulatur, insbesondere der die Schulter überspannenden Anteile nachgewiesen werden (Harrison et al. 2014).

Mehr zum Thema: http://wiki.ifs-tud.de/biomechanik/dynamik/dyn04 Zugriff am 26.01.2019

p.p. Vortrag (englisch): Drehmoment am Beispiel des Startsprungs (http://www.uni-kassel.de/fb05/fileadmin/datas/fb05/Institut_Sportwissenschaften/AB_Training_und_Bewegung/Expertenworkshop2012/Workshop_Kassel_01.pdf Zugriff am 26.01.2019)

 


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