Laktat-Leistungskurve

12. Juni 2017 L 0

Laktat-Leistungskurve (LLK) (lactate performance curve), Kurvenverlauf, der sich aus dem exponentiellen Anstieg des Laktats bei zunehmender →Belastung (hier Schwimmgeschwindigkeit) im Stufentest ergibt. Während man sich in der Sportmedizin durch die zahlreichen Versuche der Schwellenbestimmungen recht einseitig orientiert hat, wurde die LLK mit ihren Kenngrößen (→Stufentest nach PANSOLD) zu wenig berücksichtigt. Die Deutung eines veränderten Verlaufs der LLK setzt aber auch Kenntnis über das komplexe Trainingsgeschehen voraus, da auch veränderte Kraft– und Technikverhältnisse bis zum Ernährungsverhalten den Anstieg der LLK beeinflussen können (u.a. Denadai & Greco, 2017).  So sollte auch die LLK um eine dritte Dimension erweitert werden, indem die Bewegungsqualität repräsentiert durch den Zyklusweg (berechnet über die Zugfrequenz und die Schwimmgeschwindigkeit) mit einbezogen wird.  Die Zyklusweg-Frequenz-Relation kann unter dem Aspekt der aktuellen als auch der prognostizierbaren Schwimmgeschwindigkeit optimiert werden (Witt, 2008, Pelarigo et al. 2014).

Abb.: Laktat -Leistungskurve und Zuordnung der Trainingsbereiche

 

Zur besseren Beurteilung der LLK hilft die von Pansold & Zinner vorgenommene Typisierung:

Abb.: Typisierung der Laktat-Leistungskurven: Verbesserung der Leistung durch Rechtsverschiebung und Abflachung der Kurve sowie Änderung der maximalen Laktatwerte (nach Pansold & Zinner, 1990, S. 661)

 

Mehr zum Thema: Rudolph et al. (2014). Topschwimmer Bd.3 – Hochleistungstraining. Hofmann-Schorndorf, S. 96ff.

 


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