Leistungssport

13. Juni 2017 L 0

Leistungssport (competitive sports), Sport, der nach einem Regelwerk (→Wettkampfbestimmungen) und wettbewerblichen Bedingungen (→Wettkampf) betrieben wird, um planmäßig und langfristig zur individuell höchstmöglichen Leistung zu gelangen. Damit ist Leistungssport nicht schlechthin durch →„Leistung“ gekennzeichnet, denn diese strebt der Breitensportler auch an. Ebenso wird die umgangssprachliche Beschränkung auf den Hochleistungssport allein(im Sinne des Trachtens nach sportlichen Höchstleistungen, hier richtiger „Spitzensport“) der Aufgabe nicht gerecht, diese Leistungen systematisch und langfristig zu entwickeln. Folglich beginnt Leistungssport bereits mit der ersten Etappe im langfristigen Leistungsaufbau, dem Grundlagentraining.

Wesentlich stärker als der Breiten- oder Freizeitsport wird der Leistungssport als Ausdruck der Leistungsfähigkeit eines politischen Systems gesehen und von der Politik vereinnahmt, und das nicht nur von totalitären Systemen. Sinn und Unsinn des Leistungssport bleibt, besonders unter Gesellschaftswissenschaftlern in der BRD, ein Dauerstreit. Dabei gibt weniger das Streben nach Leistungen Anlass zu Kritik, denn der Mensch ist in anthropologischer Sicht ein „leistendes Wesen“ (Lenk), sondern mehr Erscheinungen der Manipulation für den Sport, um den Sport und im Sport (Grupe & Mieth, 2001). Der Leistungssport ist gerade heute mit seiner Zielstrebigkeit, vielfältigen Bewährungsmöglichkeiten, Soziabilität und der Fairness als zentrale Tugend eine Alternative zur Situation vieler Jugendlicher, die von Gewalt, Ausländerfeindlichkeit oder Resignation geprägt ist. →Sportethik

 

„Es gibt Sportgeschäfte, die haben gar keinen Laden“  Erhard Horst Bellermann (1937*) Dt. Aphoristiker

 


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