Motiv

20. Juni 2017 M 0

Motiv (motive), lat. motus „Bewegung, Antrieb“; Beweggrund menschlichen Verhaltens. Die Abgrenzung zu Bedürfnis und Trieb ist unscharf. Es werden Grundbedürfnisse, die bei allen Menschen anzunehmen sind, von Primärbedürfnissen unterschieden, die sich als Folge gesellschaftlicher Entwicklungen und Prozesse im Laufe der individuellen Lebensgeschichte gebildet haben. Als Grundbedürfnisse zählen: Sicherheit, Anerkennung, Bewegung, Vertrauen und Selbstachtung, die nur wirksam sind, wenn sie nicht befriedigt werden (Baumann 2006). →Motivation
Nach Gabler (2002) sind Motive im Sport hauptsächlich gerichtet:

·          auf das Sporttreiben selbst,

·          auf das Ergebnis des Sporttreibens,

·          auf das Sporttreiben als Mittel für weitere Zwecke und zum anderen,

·          auf die eigene Person bezogen („ichbezogen“)

·          oder auf den Einschluss weiterer Personen („im sozialen Kontext“).

Aktuelle Primärbedürfnisse nach Rieder & Fischer (bei Baumann 2006, S.129):

– Freude und Lust an der Bewegung

– Leistung (Technik, Steigerung, Vergleich…)

– Kommunikation (Anschluss, Geselligkeit)

– Kompensation (Ausgleich, Austoben)

– Regeneration (Erholung)

– Gesundheit (Prophylaxe, Therapie)

– Körpererfahrung (Körperbeherrschung, Bewusstsein…)

– Aussehen (Fitness, Figur)

– Selbstvertrauen (Sicherheit)

– Sozialprestige (Jugendlichkeit, Anerkennung, Image).

„Wenn ein Mensch keinen Grund hat, etwas zu tun, hat er einen Grund, es nicht zu tun“. Walter Scott (1771-1832) schottischer Schriftsteller


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