Renngestaltung

05. Juli 2017 R 0

Renngestaltung/Renneinteilung/Rennverlauf (race distribution), Verlauf eines Wettkampfes bezogen auf die Gestaltung von Geschwindigkeit, Bewegungsfrequenz und Zyklusweg in den Teilstrecken sowie im Start-, Wendenbereich und beim Anschlag. Die Daten werden heutzutage bei allen großen Wettkämpfen durch Wettkampfanalysen erfasst. →“Marschtabelle“, →Taktik

Die optimale Rennstrategie ist im Schwimmen immer ein Mix aus aktuellem Trainingszustand und Taktik, die letztlich stark von der Gegnerschaft (Rennverlauf) bestimmt wird. Die Optimierung der Rennstrategie sollte dabei berücksichtigen:

Unter ökonomischen Gesichtspunkten ist gleichmäßiger Geschwindigkeitsverlauf optimal. In der Regel fällt aber die Schwimmgeschwindigkeit im Wettkampfverlauf ab, allerdings mit zunehmender Streckenlänge weniger. In den von der Schnellkraft geprägten Bereichen (Sprint, Start, Wende) sind die Schwimmer nicht nur absolut, sondern auch relativ (im Verhältnis zur Gesamtgeschwindigkeit) schneller. Die einzelnen Disziplinen sind, trotz individueller Abweichungen, durch typische Frequenzen gekennzeichnet. Diese fallen in den Schlagschwimmarten mit zunehmender Streckenlänge ab und unterscheiden sich zwischen den Geschlechtern signifikant (Rudolph, 2014, S.77 ff). Schwimmer mit herausragendem Leistungsvermögen, insbesondere Ausdauerfähigkeiten, gestalten ihr Rennen negativ, d.h. sie schwimmen die zweite Teilstrecke schneller als die erste. Während ein zu schnelles Angehen riskant ist und zumeist auf der letzten Bahn den „Mann mit dem Hammer Einlass gewährt“. Es bleibt ewiges Thema, dem der am meisten gewachsen ist, der mehrere Varianten trainiert und je nach taktischer Situation im Wettkampf anwenden kann.

 

Mehr zum Thema: Rudolph (Hrsg.). Wege zum Topschwimmer. Hofmann-Schorndorf, 2014, S.76 ff


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