Säure-Basen-Haushalt

18. Juli 2017 S 0

Säure-Basen-Haushalt (acid-base balance), Regelmechanismus zur Konstanz der alkalischen Reaktion der Gewebeflüssigkeiten, die bei einem pH-Wert von 7,36 liegt und lebensnotwendig ist. Ein durch Basenüberschuss hervorgerufenes Ungleichgewicht wird als Alkalose (pH >7,4), ein Überschuss an Säuren als Azidose (pH < 7,4) bezeichnet, die durch Puffersysteme „gebremst“ wird. Der normale Blut-pH von 7,40 darf nur um etwa 0,05 schwanken, sonst funktioniert der Stoffwechsel nicht mehr reibungslos. Die Ernährung beeinflusst zwar den Säure-Basen-Haushalt, Störungen bis zur klinisch nachweisbaren Azidose sind aber unwahrscheinlich.

Da intensive sportliche Belastungen unter Sauerstoffmangel (Sauerstoffschuld) erfolgen, wurden früher der pH-Wert und später der Basenüberschuss (BÜ) in der Ausdauerdiagnostik genutzt, später aber durch Laktatmessungen ersetzt.

Vor einer externen Manipulation des Säure-Basen-Gleichgewichts durch Supplementation von Natriumbikarbonat oder -citrat (Natron, „Bullrich-Salz“) zum Zwecke einer Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit wird gewarnt (Mannhardt, 2003; Raschka & Ruf, 2012).

Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/S%C3%A4ure-Basen-Haushalt


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