Selbstbeherrschung

18. Juli 2017 S 0

Selbstbeherrschung (self-control), Fähigkeit, das Verhalten und Handeln unabhängig von Naturtrieben und Affekten und in Übereinstimmung mit den gesellschaftlichen Normen (z.B. Satzung des Vereins) zu steuern.

Selbstbeherrschung zeigt sich, wenn trotz Störungen (des Gegners, der Trainings– oder Wettkampfbedingungen) die vereinbarte Konzeption eingehalten oder korrigiert wird ohne die Wettkampfregeln oder der Fairness zu verletzen. Gegen unbeherrschtes Verhalten können folgende Mittel genutzt werden:

  • Aufzeichnen des abweichenden Verhaltens durch Aufnahmen,
  • Einholen der Meinungen anderer, wobei hier besonders die Kritik der Schwimmer aus der eigenen Gruppe oder Verein wirksam ist. Ferner bietet sich eine Kombination von Entspannungsübungen und Maßnahmen der Visualisierung an (Baumann, 2006).

Exkurs: Amerikanische Psychologen (Mischel et al. 1989) boten vierjährigen Kindern Süßigkeiten an und stellten sie vor die Wahl, diese entweder sofort zu essen oder später eine zweite zu bekommen, wenn sie der Versuchung widerstehen können und auf den sofortigen Genuss verzichten. Die Kinder unterschieden sich hinsichtlich Belohnungs– und Bedürfnisaufschub. Jene Kinder, die sich schon im Vorschulalter selbstbeherrscht verhielten, waren als junge Erwachsene zielstrebiger und erfolgreicher in Schule und Ausbildung, konnten besser mit Rückschlägen umgehen und wurden als sozial kompetenter beurteilt. Der Test ist als „Marshmallow-Test“ in die Psychologie aufgenommen worden (http://lexikon.stangl.eu/3697/marshmallow-test/© Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik)


„Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.“ Albert Schweitzer (1875-1965) dt.-frz. Arzt und Philosoph


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