Thermoregulation

06. August 2017 T 0

Thermoregulation (thermoregulation), griech. thermos „warm, heiß, hitzig“; Regelvorgänge, die bei veränderten Umfeldbedingungen, die Kerntemperatur gleich halten (beim Menschen 37° C) und den Organismus so von der Außenwelt relativ unabhängig machen.

Durch sportliche Belastungen produziert die Muskulatur Wärme, da nur etwa ein Viertel der Energie in mechanische Leistung umgesetzt wird. So sind Temperaturanstiege im Sport bis auf 41°C bekannt und noch nicht gesundheitsgefährdend. Der Organismus versucht durch Wärmeleitung, Wärmetransport, Wärmestrahlung und Verdunstung Wärme abzugeben, 70-80% allein durch Schwitzen (→Schweiß). Im Wasser wird bis 200mal mehr Wärme abgegeben als in der Luft. Hier besteht also eher die Gefahr der Unterkühlung, die zunächst durch Steigerung des Energieumsatzes (Erhöhung Muskeltonus, bis Kältezittern) reguliert wird. Die Thermoneutralität für den Menschen liegt im Wasser bei 34,5°C, wo zumindest theoretisch eine Balance zwischen Abkühlung und Erwärmung angenommen wird, was individuell davon abweichend empfunden wird. Der Bereich von 32 – 35°C (Indifferenztemperatur) kann als „Behaglichkeitszone“ bezeichnet werden. Das ist auch die günstigste Wassertemperatur für gesundheitssportliche Aktivitäten. Da beim älteren Masterschwimmer das Verhältnis von Körperoberfläche zu Körpervolumen (→Dichte) etwa doppelt so groß ist wie bei jüngeren Schwimmern, kühlen vor allem Masters mit geringem Unterhautfettgewebe schnell aus. Dadurch ist bei längerem Wasseraufenthalt das Erlernen neuer Bewegungsabläufe problematisch (Strass & Wilke, 2006). →Körpertemperatur, →Hitze, →Hitzschlag, →Hitzekollaps

 

Mehr zum Thema: http://www.netzathleten.de/fitness/richtig-trainieren/item/3888-aufgeklaert-so-funktioniert-die-thermoregulation


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