Umstellungsfähigkeit

09. August 2017 U 0

Umstellungsfähigkeit (reorganisation ability), auch Anpassungsfähigkeit, motorische, koordinative Fähigkeit = Anpassen der Bewegungsstruktur an veränderte Situationen, wie sie im Sport in verschiedenster Weise auftreten können. Eine Umstellung der sporttechnischen Bedingungen ist für hochgeübte Spitzensportler verbunden mit:

– längeren Eingewöhnungsphasen,

– einer veränderten Trainingssituation und

– einer (oftmals temporären) Stagnation oder gar dem Absinken des Leistungsniveaus (Panzer et al. 2001, S.12).

Die motorische Umstellungsfähigkeit ist stark an die Antizipationsfähigkeit gebunden und ist gekoppelt an die Orientierungs– und Reaktionsfähigkeit. Eine gute motorische Umstellungsfähigkeit ist im Schwimmen bei verändertem Regelwerk, neuen Varianten der Bewegungstechnik, anderem Schwimmbecken (Wassertemperatur, Wassertiefe, Bahnbegrenzung, Startblock) bis zur veränderter Renntaktik (durch Konkurrenz schneller angehen als geplant) erforderlich und stark von Bewegungs– und Wettkampferfahrung geprägt. Besonders wichtig ist sie im Sportspiel (Meinel & Schnabel, 2004, S.218).

 

„Ein zielorientiert breit angelegter Erfahrungsschatz ist das Potential der Souveränität, die Basis zur virtuosen Gelassenheit und – im Sinne einer Art motorischen Weisheit – die Kernsubstanz der erstrebenswerten (motorischen) Intuition.“ Arturo Hotz (1996, S.34)


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